In der heutigen Zeit ein geschiedener Vater zu sein, das rate ich niemanden. Vor allem dann nicht wenn die einst so heiß geliebte Exfrau glaubt sich auf Kosten der Unterhaltszahlungen für die ihr zugesprochenen Kinder finanziell zu sanieren, sprich auf gut Deutsch arbeitslos ist und ihren Lebensunterhalt ganz nebenbei von diesem Geld finanziert. Für die Kinder bleibt auf Grund dieses ungeheuerlichen Zustandes der armen leidgeprüften Frau kein Geld mehr übrig. Es ist nicht einmal möglich ihnen ein neues paar Schuhe zu kaufen, nein sie schickt sie ganz unverfroren mit Löchern so groß wie Kanaldeckel zu ihrem Vater, und bekommt sie siehe da ganz plötzlich nach dem Vaterwochenende mit neuen Turnschuhen wieder zurück. Ein Danke wäre wohl zu viel verlangt gewesen, vielleicht ist es aber auch gar nicht aufgefallen?! Denn neben den tausend Euro Unterhalt, erhält die gute "Einstehefrau" auch noch zweimonatlich für jedes Kind knappe dreihundert Euro, was in meinem mir bekannten Fall bedeutet, alle zwei Monate dreifache Familienbeihilfe, ganz zu schweigen vom Arbeitslosengeld, dass auch noch jeden Monat pünktlich überwiesen wird. Denken sie jetzt das gleiche wie ich, es zahlt sich fast nicht aus als Scheidungsopfer noch beharrlich nach Arbeit zu suchen. Schließlich ist man ja Mutter von drei Kindern, davon zwei erwachsen (16 und 18 Jahre alt) und eines mit 8 Jahren. Schließlich hat man den Kindern gegenüber eine gewisse Sorgfaltspflicht einzuhalten und sich um sie zu kümmern. Es ist schon interessant, dass genau dieses arme 8 Jahre alte Kind, die zweite Klasse Volksschule nicht schaffen wird, und der Vater durch einen dummen Zufall davon erfährt (Italienurlaub der Exfrau ohne Geld wohlgemerkt). Mit dem Kind wurde nie geübt, und es verschläft auch jeden Tag, nur nach den Vaterwochenenden sei es um seine Konzentration besser bestellt.
Es ist Elternsprechtag die zwei zerstrittenen Parteien treffen vor der Klassenlehrerin aufeinander, eigentlich wäre es besser das Kind in Vaters Gewahrsam zu geben, doch bevor es soweit kommen kann, ein Weinkrampf der "Ex" die sich wie ein gepeinigtes Tier windet und die Klassenlehrerin anfleht "Ich habe doch noch eine Chance verdient". Fragen sie sich jetzt auch wie viele Chancen verdient ein Mensch, der sich zwei Monate nie in der Schule blicken lässt um der Aufforderung der Klassenlehrerin nachzukommen, dass es um ihren Sohn schlecht bestellt ist. Vielleicht könnte man ihr jetzt ihren Sohn und wohl noch jahrelangen Goldesel entziehen, müsste sie sich dann vielleicht doch um eine Arbeit bemühen und einen geregelten Lebenswandel führen, vielleicht sogar morgens aufstehen um ihr Kind pünktlich zur Schule zu bringen? Was ist das vor allem für eine Mutter, die abends nie zu Hause ist und bereits den vierten neuen Stiefvater nach der Scheidung zu Hause vorstellt (innerhalb von 2 Jahren).Was geht in so einem Menschen wirklich vor und wer denkt an das Wohl des Kindes. Man könnte meinen das Jugendamt, doch dort stößt man als Vater nur auf taube Ohren, Psychotheraphie schlägt man dort für den Vater vor und schickt ihn ohne große Worte heim.
Der Vater sagt, bekomme ich denn gar keine Chance. Die Klassenlehrerin schickt beide weg, so komme man nicht weiter, man müsse sich gemeinsam zum Wohl des Kindes einigen. Wie soll das funktionieren, wenn eine Mutter keine Einsicht hat und ein Vater gegen eine Wand kämpfen muss. Wieder geht die gute Mutter triumphierend mit ihrem Sprössling heim und setzt ihn vor den Fernsehapparat, der tagsüber die einzige Ansprechperson des Kleinen darstellt, wieder hat sie gewonnen.
Jedes zweite Wochenende bin ich leider Zeugin dieser ganzen Unzulänglichkeiten, ich sehe den Sohn mit traurigen Augen, ich sehe wie wohl er sich bei ein bisschen Zuwendung und Ansprache fühlt, ich sehe wie schmutzig und ungebadet er von zu Hause zu Besuch kommt, ich sehe die verschimmelten Jausen in seiner Schultasche und ich sehe, dass diese noch nie von einem Erwachsenen durchgesehen wurde, ich finde das Muttertagsgeschenk im Juli und die Osterkarte im Mai und ich sehe wie gerne er bei seinem Vater bleiben möchte, ich sehe seine Tränen am Sonntag, wenn er nach Hause muss und ich sehe wie wichtig es für seine Seele wäre in geordneten Verhältnissen heranzuwachsen. Bitter verstehen sie mich nicht falsch, aber ich bin selbst Mutter und es tut mir in der Seele weh mit ansehen zu müssen in welchem kranken Staat wir leben. Jeder der ein Kind adoptieren möchte wird genauestens unter die Lupe genommen, und es werden einem alle möglichen Steine in den Weg gelegt. Bei einer Scheidung fragt niemand nach wieso es überhaupt soweit gekommen ist, es mag sein, dass es in vielen Fällen am Vater liegt, aber dies automatisch immer anzunehmen grenz wohl eher an Blindheit im System. Schön wenn Mütter alle Rechte haben und das auch zum Wohl des Kindes geschieht, man sieht ja wohin das führen kann. Ich habe diese Geschichte geschrieben für alle Väter, denen es in unserem verkorksten Rechtssystem genau so geht, in dem Frauen alle Rechte haben und Väter nur "Max Brennstein" heißen.
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