Elfi Brabec und Bruder Paul Oden S.V.D.

 

Straßenkinder - Kinder aus den Elendsvierteln in Chile

Leben auf der Straße - ein Erfahrungsbericht

UNO-Deklaration der Menschenrechte von 1978

Informationsbroschüre
für freiwillige HelferInnen & SpenderInnen

Autor: Mag. Gernot Scheffknecht
(Word-Doc.)

Fragen an Fr. Elfi Brabec

Elfi Brabec ist seit 1994 in Kontakt mit Bruder Paul in Chile. Bei mehreren Besuchen vor Ort konnte Sie sich von der Wichtigkeit der Arbeit von Bruder Paul für die Straßenkinder in Chile überzeugen.

Seit vielen Jahren ist es Elfi Brabec ein Anliegen, die Arbeit für diese Kinder von Österreich aus zu unterstützen. Ihre Freizeit opfert Sie für Flohmärkte und Vorträge, um finanzielle Mittel für neue Projekte bereitstellen zu können.

"Selbstverständlichkeiten wie ein Bett zum Schlafen, regelmäßiges Essen, elterlicher Schutz und Führsorge und das Recht auf Schulbildung sind diesen Kindern absolut fremd. In Peru ist die Situation sogar so schlimm, daß die Eltern ihre Kinder an der Grenze zu Chile aussetzen und Ihrem Schicksal überlassen, in der Hoffnung, daß sie in Chile ein besseres Leben erwartet. Für die Kinder bedeutet dies einen täglichen Kampf ums nackte Überleben. 

Im Laufe seiner Tätigkeit, die er seit 1996 in Iquique ausübt, ist es Bruder Paul mit der Hilfe hier aus Europa gelungen, folgende Projekte für die Kinder von Iquique zu realisieren:

  • Das Herzstück der Fundacion Ninos en la Huella ist das Bürogebäude (hier wohnt auch zugleich Bruder Paul). Außerdem gibt es hier für ca. 8-10 Kinder Notschlafstellen. Das Gebäude befindet sich mitten im Zentrum von Iquique, in der Straße O Higgins 1080.
 
  • Am Rande der Stadt Iquique befindet sich ein Tagezentrum mit dem Namen Mi Refugio. Hier werden ca. 60 Kinder aus den Elendsvierteln betreut, die sonst sich selbst überlassen wären. Die Kinder haben hier auch die Möglichkeit ein Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu bekommen. Auch bekommen sie die Möglichkeit für körperliche Hygiene wie Duschen, Waschen etc.
  • In diesem Haus, das zur Gänze mit Spenden aus Österreich gebaut wurde, werden Buben betreut, die keine Möglichkeit haben nach Hause zu gehen. Diese Kinder haben meist schwere Schicksalsschläge hinter sich und werden hier mit Hilfe von den Betreuern auf ein eigenständiges Leben vorbereitet. Viele von ihnen konnten durch die Aufnahme in das Haus von der Gefahr von Drogen, Kriminalität und Missbrauch bewahrt werden. Auch befindet sich ein Brüderpaar in diesem Haus, dessen Eltern an Aids gestorben sind. Die Kinder, die hier aufgenommen werden, müssen sich allerdings zum Schulbesuch verpflichten.

  • Seit kurzem gibt es auch ein eigenes Mädchenheim für gefährdete Mädchen, das von den Schwestern des Orden "Vom guten Hirten" geleitet wird. In diesem Heim werden Mädchen im Alter von 6-12 Jahren betreut, die ebenfalls keine Möglichkeit haben in geordneten Verhältnissen zu leben bzw. kein zu Hause haben. Hier werden sie vor den Gefahren der Straße bewahrt, wie z.B. Missbrauch, Drogen und Gewalt.
  • Ebenfalls konnte 2003 ein weiteres Straßenkinderzentrum im Stadtkern von Iquique eröffnet werden. Dieses Haus war dringend nötig, da die Zahl der Kinder leider immer größer wird, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen. In diesem Haus, welches sie natürlich anonym besuchen können, haben sie die Möglichkeit zum Essen, Waschen, die Kleider zu reinigen, zum Übernachten sowie Aussprachemöglichkeit mit den Betreuern des Hauses in Anspruch zu nehmen. Auch eine Sozialarbeiterin bemüht sich um die Anliegen der Kinder.
 
  • Dieses Haus befindet sich in der Straße mit dem Namen 21de Mayo und ist seit April 2004 in Betrieb. In diesem Haus befindet sich auch eine Großküche in der täglich für ca. 80 Kinder gekocht wird.
    Betreut werden die Kinder hier u.a. von Leonel (rechts im Bild), einem ehemaligen Straßenkind, welches seinerzeit von Bruder Paul ebenfalls von der Straße geholt wurde, und der zu Zeit mit ausgezeichnetem Erfolg sein Studium zum Sozialarbeiter an der Universität in Iquique absolviert.



  • Am Rande von Iquique zur Atacama-Wüste ist der Kindergarten der Fundacion Ninos en la Huella. Hier werden ca. 80 Kinder aus den Elendsvierteln betreut. Bei diesen Kindern handelt es sich um die Ärmsten der Armen, die nach strengen Kriterien ausgesucht werden. 20% der Kinder sind Ausländerkinder aus dem benachbarten Peru und Bolivien. Die Situation der Eltern dieser Auländerkinder ist in ihren Ländern so schlimm, dass sie in der Hoffnung hier in Iquique ein besseres Leben zu finden, gekommen sind. Aber auch die Eltern der restlichen Kinder haben mit schweren Problemen zu kämpfen. Es gibt viele alleinerziehende Mütter die hier ihre Kinder herbringen um unter Tags Geld zu verdienen, da die Väter der Kinder oftmals Alkoholiker sind oder aus irgend welchen anderen Gründen die Familie verlassen haben. Im Kindergarten versucht man die Kinder auf ein geordnetes Leben vorzubereiten. Neben einer regelmäßigen Verpflegung wie Frühstück, Mittagessen, Jause und Abendessen wird den Kindern auch Hygiene beigebracht, wie Haare kämmen, Zähne putzen, waschen u.s.w., da dies oft sehr vernachlässigt wird. Selbstverständlich werden die Kinder die hier her kommen kostenlos betreut.(Bild 6.1,6.2,6.3, 6.4)

  • Seit März 2004 gibt es auch ein neues Mädchenheim für 12-18 jährige Mädchen, die ebenfalls keine Möglichkeit haben in geordneten Verhältnissen zu leben und hier ein neues zu Hause haben. Diese Mädchen haben meist schon schlimmes erlebt und wurden durch Gerichtsbeschluss der Fundacion Ninos en la Huella übergeben. Dieses Haus wurde ebenfalls mit Spendengeldern aus Österreich und Deutschland finanziert und war dringend notwendig, da es in Iquique keine ähnliche Einrichtung gegeben hat.

 

In all diesen Betreuungsstätten werden auch immer wieder freiwillige Helfer und Mitarbeiter gesucht. Es gibt auch die Möglichkeit für die Absolvierung eines Praktikums, was für die jeweilige Studienrichtung gebraucht wird, wie z.B. Pädagogik, Sozialarbeiter usw. Voraussetzung wäre Mindestalter 20 Jahre und Spanischgrundkenntnisse. Interessenten haben die Möglichkeit eine Bewerbung an unseren Straßenkindermissionar Bruder Paul unter folgender Anschrift zu richten:

Bruder Paul Oden S.V.D
Fundacion Ninos en la Huella
O Higgins 1080
CASILLA 750 Iquique Chile
Tel: 0056/57-424867
Fax: 0056/57-470430
e-mail: oden_paul_svd@yahoo.com

Auch kann man mich gerne kontaktieren:

Elfi Brabec
Taglieberstraße 12-14 Stg.26 Tür 9
1230 Wien
Tel: 01/971 61 16
Handy: 06991/971 61 16

Da es zur Zeit in Iquique genug freiwillige Helfer aus Europa vor Ort gibt, ist ein freiwilliger Einsatz nur für das Projekt im Süden (Centro Infanto Junvenil Don Pancho Valdes in San Pablo) möglich.

Spendenkonto für unsere Straßenkinderprojekte in Chile:
BA-CA
BLZ 12000
Konto-Nr.: 00734332455
IBAN: AT761200000734332455
BIC: BKAUATWW

Sollte jemand gezielt für ein Projekt spenden wollen, dann bitte angeben Projekt Iquique oder Projekt San Pablo.

 

 

Das Kinderheim in San Pablo, in dem bis zu 60 Kinder betreut werden.


Die Armenviertel von San Pablo: in diesen Häusern gibt es in den meisten Fällen weder Strom noch fließendes Wasser.


Essenszubereitung für ca. 60 Kinder

Projekt - Neuvorstellung

CENTRO INFANTO JUNVENIL DON PANCHO VALDES - SAN PABLO

Dieses Projekt befindet sich im Süden von Chile in der Nähe von Osorno in San Pablo. San Pablo ist ein kleines Dorf mit ca. 3.000 Einwohnern und die Bevölkerung lebt zum Teil in großer Armut. Zum Beispiel haben die meisten Menschen die hier wohnen nur für 3 Monate arbeit im Jahr, das ist während der Erntezeit. Von dem bescheidenen Verdienst müssen sie dann das ganze restliche Jahr sich und ihre Familien ernähren. Aus diesem Grund hat man hier ein Kinderheim eröffnet, welches den Kindern aus den Armenvierteln die Möglichkeit gibt, hierher zu kommen um Essen zu bekommen, Betreuung während die Eltern unterwegs sind um Arbeit zu suchen oder Arbeit nachzugehen. Man will auch verhindern, dass die Kinder während der Abwesenheit ihrer Eltern auf die Straße gehen und dort in Kontakt mit Drogen, Alkohol und Prostitution kommen.

Für Informationen über dieses Projekt steht Ihnen Frau Elfi Brabec unter oben angeführter Kontaktmöglichkeit zur Verfügung.


Dieses Projekt wird von einem chilenischen Ehepaar geleitet. Erwin Catalan Oyarzun (links im Bild) und seiner Frau Maria (rechts im Bild)


Pferdewagen anstatt Luxuslimousine ...


Tio Erwin und Tia Maria bedanken sich im Namen der Kinder von San Pablo für die gespendeten Schulsachen, Stofftiere und Süßigkeiten.